Austausch mit dem Vorstand – Menschen im Mittelpunkt
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Am 30.06.2026 besuchte Frau Janine Krohe (Vorstandsmitglied IB) in Begleitung von Frau Doris Lauer (Geschäftsführung IB Süd) und Frau Nathalie Müller (Geschäftsführung IB Süd) die neue Einrichtung des IB in Böblingen auf dem Flugfeld. In dem 2024 bis 2025 errichteten Gebäude befinden sich seit Schuljahresbeginn 2025 die neueröffnete Grundschule Flugfeld, die Berufsschule (Friseure/Friseurinnen) sowie ein Teil der Beruflichen Schulen. Während des Rundgangs erhielten sie einen Einblick in den Unterricht und konnten die praktische Arbeit der Berufsschülerinnen im Bereich La Biosthétique-Friseur*innen kennenlernen. Außerdem warfen sie einen Blick in eine Kunststunde der Grundschüler*innen und verschafften sich so einen Eindruck vom vielfältigen Bildungsangebot und dem lebendigen Alltag in der neuen Einrichtung.
Im Anschluss zum Rundgang kamen Mitarbeitende aus den Jugendgästehäusern und weiteren Schulstandorten der Region zum Austausch mit dem Vorstand bei einer gemeinsamen Mittagsrunde mit hauseigenem Catering zusammen. In angenehmer und offener Atmosphäre entstand schnell ein persönlicher Austausch, bei dem Erfahrungen, Herausforderungen und Eindrücke miteinander geteilt werden konnten. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig das gemeinsame Miteinander und der direkte Dialog für die tägliche Arbeit in unseren Einrichtungen sind.
Nach der offenen Gesprächsrunde stellten die Schulen sowie die Jugendgästehäuser ihre Arbeit, aber auch die aktuellen Herausforderungen vor. Dabei wurde offen über die steigenden Anforderungen im pädagogischen Alltag, die zunehmenden psychischen Belastungen vieler junger Menschen und die Verantwortung gesprochen, die unsere Einrichtungen jeden Tag übernehmen.
In der anschließenden sachlichen und zugleich wertschätzenden Diskussion mit Frau Krohe, Frau Lauer und Frau Müller richtete Frau Krohe den Blick bewusst nicht nur auf die Herausforderungen, sondern vor allem auch auf die Chancen und besonderen Stärken unserer Einrichtungen.
Gerade im schulischen Bereich wurde deutlich, was unsere Arbeit besonders macht: der enge und vertrauensvolle Kontakt zu den Schüler*innen. Bei uns stehen junge Menschen nicht nur als Lernende im Mittelpunkt, sondern vor allem als Menschen mit ihren individuellen Geschichten, Sorgen und Bedürfnissen.
Viele Schüler*innen finden bei uns Unterstützung, Verständnis und Halt – auch junge Menschen mit physisch und psychisch bedingten Vorbelastungen. Unsere Einrichtungen schaffen Räume, in denen niemand allein gelassen wird und persönliche Entwicklung möglich bleibt.
Wie erfolgreich dieser Ansatz ist, zeigen bewegende Beispiele aus dem Schulalltag: So konnte eine Schülerin mit Tourette-Syndrom erfolgreich in die Schulgemeinschaft integriert werden. Ebenso erreichte eine krebskranke Schülerin trotz ihrer schweren Erkrankung ihre Mittlere Reife – ein beeindruckendes Zeichen von Stärke, Zusammenhalt und Unterstützung.
Auch die Jugendgästehäuser hoben ihre besonderen Stärken hervor. Die Häuser bieten nicht nur eine engagierte und persönliche Betreuung, sondern gehen individuell auf die Bedürfnisse ihrer Gäste ein. Vor allem aber wurde deutlich, dass jedes Haus seine eigene Persönlichkeit besitzt und damit eine besondere Atmosphäre schafft, in der sich Menschen willkommen und gut aufgehoben fühlen können.
Gleichzeitig sprach Frau Krohe auch offen über die Herausforderungen, die wirtschaftlich in Zukunft auf die Einrichtungen zukommen werden. Zudem sei es wichtig, politische Entwicklungen aufmerksam zu beobachten, da viele Entscheidungen unmittelbare Auswirkungen auf die Arbeit der Einrichtungen hätten. Deshalb müsse gemeinsam überleget werden, welche Geschäftsfelder weiter ausgebaut werden können und welche eigenen Angebote weiterzuentwickeln sind, um sich unabhängig und nachhaltig zu etablieren.
Trotz aller Herausforderungen zeigte sich Frau Krohe überzeugt davon, dass soziale Träger unverzichtbar bleiben. Sie betonte das enorme Potenzial der Einrichtungen und machte zugleich deutlich, dass vieles von der persönlichen Haltung des Einzelnen und dem gemeinsamen Engagement abhänge.
Dabei komme es besonders darauf an, Ideen und Kreativität zu nutzen, die unterschiedlichen Angebote stärker miteinander zu vernetzen und die Zusammenarbeit zu stärken. Frau Müller ergänzte, dass es ebenso wichtig sei, interne Strukturen zu beschleunigen und kritisch zu prüfen, welche Prozesse noch optimierungsbedarf haben.
Der Austausch machte eindrucksvoll sichtbar, wie viel Herzblut, Engagement, Menschlichkeit aber auch Professionalität in unseren Einrichtungen steckt. Es wurde deutlich, dass die Beteiligten trotz aller Herausforderungen mit großer Motivation und Überzeugung daran arbeiten, jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen, sie zu begleiten und ihnen das Gefühl zu geben, gesehen und wertgeschätzt zu werden.



